Scholle, der beliebteste Plattfisch hier zu Lande, wird in keinem Monat so gern gegessen wie im Mai. Dann sind sie nämlich besonders zart, saftig und schmecken einfach unvergleichlich gut. Die Scholle ist der bekannteste Vertreter der Plattfische. Sie wird vor allem in der Nordsee, der Ostsee und in der arktischen Barentssee gefangen. In der Ostsee wird sie auch Goldscholle genannt.
Die Familie der Plattfische umfasst etwa 200 Arten, wobei häufig auch die Bezeichnung Scholle als Oberbegriff benutzt wird. Alle haben ein sehr fettarmes, aber eiweißreiches Fleisch, das positiv auf den Cholesterinspiegel wirkt. Das wohl bekannteste und am meisten angewendete Schollenrezept ist ohne Frage die "Finkenwerder Scholle" oder "Scholle Finkenwerder Art".
Finkenwerder ist ein kleiner Ort mit großer Tradition gegenüber von Hamburg. Der wohl bekannteste und berühmteste Sohn dieses Ortes ist Johann Wilhelm Kinau, der als Schriftsteller unter dem Pseudonym „Gorch Fock“ bekannt wurde - heute begegnet uns der Name im Zusammenhang mit dem Segelschulschiff.
Die "MaiScholle" verdankt ihren Ruf wohl einer historischen Gegebenheit: Früher, als die Fischerboote noch abhängiger von den Unbilden der Witterung waren, warteten die Fischer die Frühjahrsstürme ab und zogen ab Ende April wieder zu ihren Fanggründen in der Nord- und Ostsee. Gourmets schätzen die ersten frischen Schollen des Jahres, die Maischollen, wegen ihres mageren und eher weichen Fleisches. Ihr Aroma erinnert an Petersilie und Gurke.









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