Wie die meisten Häfen an den Wattenmeeren, ist auch der Friedrichskooger Hafen aus einem Entwässerungspriel entstanden. Der einzige Weg an Land zu kommen führt durch diesen langen, flachen Kanal, dessen Tiefe und Lage sich jährlich verändert.
Das, am nördlichen Ende des 2,3 Km langen Hafenpriels stehende Seezeichen aber, weist nach wie vor jedem heimreisewilligen Seefahrer, auch bei Nebel, den Richtigen Weg. Die ca. 6 Meter hohe Metallkonstruktion, wurde in den 1950ziger Jahren elektrifiziert, so dass die Fahrt aus und in den Hafen sicherer wurde.
Der Mann der am Seezeichen war
Die Fahrrinne wird jedes Frühjahr mit den neun Meter langen Reiserbesen neu mit „beprickt“, damit die Kutter die offene Stellen im Fahrwasser erkennen.
Trotz massiver Anstrengungen gerade den Friedrichskooger Wasserweg frei zuhalten, wird die Zufahrt zum Hafen immer beschwerlicher, so das viele Fischer mit dem Auto und nicht mit dem Kutter nachhausefahren.
Im nördlichen Vorland befinden sich noch die Schütte und die Sandsäcke mit denen man versucht hat die Fahrrinne zu verjüngen, so das der auslaufende Wasserstrom das aufgeschwemmte Sediment wieder im den Elbstrom zurückführt.
Heutzutage toben Schafe auf den Sandsäcken herum, und erobern jeden Tag den „Sheeps Mountain“ auf neue zurück.
Auf dem Hafendeich, zwischen Seeschleuse und Seehundstation, steht ein Findling mit der Aufschrift darüber dass just an dieser Stelle der 54. nördliche Breitengrad verläuft und man sich auf gleicher nördlicher Höhe ist wie Minsk oder der Isle of Man in der Irischen See, befindet.
Wer mehr über den Hafen und seine Geschichte wissen will, sollte sich dem Hafenbummel mit Herman anschliessen.
Infos dazu bei der TSC an der Spitze.